Nachdem in der Vergangenheit mehrere Menschen sich eine Übersetzung meiner in astreinem Deutsch verfassten Einträge erbeten haben, habe ich nun einen Anhang erstellt, der fragwürdige Begriffe einfach und verständlich erklärt.

Bayern, Land beschaulicher, saftiger Wiesen, die unter einer schillernden Eisdecke schlummern. Die Einwohner dieses idyllischen Bundeslandes, berühmt für seine friedliche, erholsame Umgebung, hatten sich aufgemacht ein ebenso ruhiges Wochenende zu verbringen. Wären da nicht diese eingewanderten Schwaben gewesen. Natürlich war’s nix mit der Ruhe, wenn das Pack sich krank meldet.

Denn in einem kleinen, ebenso beschaulichen Ort vor München hatte die Exilschwäbin eine Kolik erlitten und ihr Zustand war gar kritisch, so dass sich die folgenden Ereignisse nur noch lückenhaft rekonstruieren lassen:

Im nahen Österreich hatte der Vorsitzende der Nationalen Kräuterhexenvereinigung  und Mitglied des foodchannels* Kunde erhalten vom kritischen Zustand der Patientin und sich schleunigst samt seinem berühmten Gurktaler Kräuterelixier aufgemacht der Patientin eine Visite abzustatten. Gar 5-6 Einheiten musste die Arme konsumieren bis auch nur eine kleine Besserung erreicht war.

Da in Zeiten der Globalisierung sich jede Neuigkeit rasant verbreitet, erreichte auch im fernen Amerika per Gruppenmitteilung einen bekannten Terroristen dieser als Gourmets getarnten Vereinigung der Hilferuf aus Bayern und so machte er sich auf zur Rettung. Die Zwischenlandung in New York diente auch nur zur Abschüttelung seiner Verfolger und dem Einkauf seiner persönlichen Geheimwaffe. Durch den Zoll wurde das als Marshmallowfluff getarnte Geheimmittel folgenlos durch geschmuggelt. Sein aktueller Aufenthaltsort konnte noch nicht ermittelt werden. Es wird aber vermutet, dass er sich mittels eines Leihwagenunternehmens über die Landstraßen flüchtete.

Vor ihm erreichte allerdings den Hausanwalt der Patientin die Kunde, der sich gegen ein Schnitzelhonorar aufmachte, entweder das Testament zu verteidigen oder eine Patientenverfügung zu verfassen und so machte sich der weitgereiste Jurist ebenfalls auf. Da er aber zu lange auf sein Schnitzel und seinen schwäbischen Kartoffelsalat wartete und ausserdem keine Übernachtung unter einer Decke in Übergröße zugesichert werden konnte, fuhr er ungetaner Arbeit wieder ab, bevor auch nur die Nachbartruppen einfallen konnten.

Auch im fernen Tübingen beriet ein Hauptquartiermitglied der bereits bekannten Guerilla Twuetopia* die einzelnen Mitglieder virtuell.

Unsere Patientin, die sich selbst Bettruhe verordnet hatte und an eine spontane Genesung glaubte (immer diese irren Anthros…Selbstheilungskräfte, Globuli….Satanszeuch da), wähnte sich in Sicherheit, als die Horden ihre Invasion ankündigten.

Und so wurde die Patientin mit mehreren Dosen des Kräuterelixiers erst einmal sitzungstauglich gemacht. Denn wer glaubt, dass Geheimbünde wirklich die Gesundheit ihrer Mitglieder interessieren, liegt komplett daneben. Als selbst aus Augsburg die esoterische Reiseleiterin eingetroffen war, ging es um die wirklichen Gründe warum ein so dringendes Treffen unter dem Deckmantel der Salutogenese einberaumt worden war.

Die Inhalte dieser Geheimtagung wären allerdings nicht mehr geheim, wenn sie hier stehen würden und so kann nur noch vermerkt werden, dass versucht wurde, die Patientin mittels Schlafentzug zu kurieren. Die Kinderbetreuung, ja, unfassbar diese Terrorbande hat Kinder wurden von einer dubiosen Westfälin in Nagellackauftragen unterrichtet. Ob sie das nur tat um ihre Partnerin als Maulwurf einzuschleusen blieb bis zur Stunde ungeklärt-Doch halt, Stopp.

Dies wäre ja ein gar langweiliges Wochenende geworden, wenn die Sippe nicht zum Frühstück erneut unter Wasser gestanden hätte. Ja, die Bunkeranlagen hier sind heimtückisch. Der eilig aus der Weihermühle* eingeflogene Handwerker beschwor mit vielen Seufzern unter einem gar denkwürdigen Ritual den Heiligen Krambambuli*. Nach vielen weiteren Seufzerritualen gab der Poltergeist denn auch die Leitungen wieder frei. Bayrische Handwerkerexorzisten sind aber auch hartnäckig und ihre Drahtbürsten gar grausame Folterwerkzeuge und so konnten alle geruhsam abreisen und die Staffel an die irischen Terroristen* abgeben.

Die Patientin wurde weilands vollends zur Genesung gebracht mit der Aussicht auf eine weitere Arbeitswoche, die einem workaholic ohnehin nur Freundentränen in die Augen treiben kann. Zumal, wenn sie am Sonntag abend beginnt.

All diese rätselhaften Umtriebe haben jedoch die Höhentruppen von twuetopia dazu veranlasst einen Besuch ihrer fahrenden Botschafterin anzukündigen. Die unter dem Decknamen @FrauTina bekannte Agentin soll wohl genauer untersuchen, warum #twuetopia Mitglieder dabei sind und ob diese gar austreten wollen.

Foodchannel, der: Ominöse Untergrundgruppe, die sich mittels als Rezepte getarnte Mitteilungen zur Übernahme der Weltherrschaft verabreden. Fernerhin Geheimbund, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die ausweglosen Fragen der Menschheit endlich zu klären. Warum zu dieser merkwürdigen Vereinigung Twuetopiamitglieder, eine bereits bekannte Guerillatruppe aus Schwaben, gehören und warum einschlägig vorbestrafte Flughafenrandalen auch dazu gehören konnte noch  nicht geklärt werden. Gar schlimmer ist, dass eine sektenhafte Vereinigung, die Samenkeime anbetet und Buchstaben tanzt auch ihren Anteil hat.

Heiliger Krambamboli, der: Schutzpatron aller bayrischen Allroundhandwerker. Der Heilige Krambamboli wird von den einheimischen Handwerkern um Unterstützung gerufen, wenn in Befestigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg eine koffeinsüchtiger Rohrgeist exorziert werden muss. Fürderhin wird der Heilige Krambamboli auch zu allen anderen auswegslosen Reparaturarbeiten um Beistand gegeben. Gerne wird zu seiner Anbetung folgendes Getränk verabreicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Krambambuli_(Getr%C3%A4nk)

Twuetopia, das/der/die: Tübinger Kleinstadtguerialla. Die Geheimakten befinden sich unter http://www.twuetopia.de

irische Terroristen, die: merkwürdige Untergrundkünstler, die gerne durch marokkanischen Wüstensand robben, den Weltrekord im Kaffeekonsum halten und wenn sie gar gute Laune haben, singen. Sehr ausgiebig singen. Ausserdem in der Lage den Feind mit Gerichten wie Pizza mit Pommes oder Schafsinhalten in die Flucht zu schlagen. Gerne gesehen in Begleitung veganer Untergrundaktivisten.

Weihermühle, die: Heimstatt und Herkunftsort einer bayrischen original witch. Berühmt für ihr Allheilmittel. Ein bayrisch getürktes Tiramisu, das angeblich gegen Liebeskummer, Jobfrust, Alkoholentzug, Stress, Schlafmangel, Koliken hilft. Ebenfalls Wirkungsort des erwähnten Poltergeistexorzisten und Wallfahrtsort für den Heiligen Krimbambuli.

Was ein Wiener Walzer im 3/4 Takt mit Wikingern, Atlantis und Blutsaugern zu tun hat, wird ein anderes Mal geklärt. Auch die aktuelle Inkarnation des spirituellen Leaders konnte nicht abschließen geklärt werden. Dass aber 42 NICHT die Antwort auf alle Fragen ist und tiramisoup nichts mit Tiramisu zu tun hat, das konnte immerhin geklärt werden.

t.b.c

Why? And why exactly do you say that as a woman?

Having spent most parts of my life with men rather than with women, I can tell you why. They are more intelligent than women.

-Men can smell dinner before you even started to prepare it. A friend of mine perfectioned this incredible talent. He’s showing up half an hour before dinner at ANY time of the day. You just thought about cooking he’ll know it.

-Men have the better taste regarding alcoholics. When you go out with a woman you certainly end up with some creamy expensive cocktailstuff, while going out with a man you’ll find the best whisky in town at any time of the day or night. They even manage to convince hotel staff to open the bar at 4 am. I’ve never ended up drinking a bottle of Asti Cinzano with a man. With a woman? Too many times. If you wanna share a good and healthy whisky, don’t ask your female friends.

-Men have a very distinguised sense of odor. While they manage as mentioned above to smell dinner hours before, they can certainly be ignorant to the smell of their socks, not to mention the sweet odor of a puking baby or its diapers.

-Not only are they able to smell differently they actually SEE differently. Even when they’re drunk they will never ever overlook a nice butt, a car magazin under a stash of Wallstreet Journals, a bottle of beer or  a bottle of fine whisky. They will most certainly  always see when you’re naked, even while reading the mentioned car magazine. But they won’t if there is a rugby play on TV or if you’ve gained too much weight. That amazing talent only works for the things mentioned above. They will find the most hidden exit out of a nasty situation but they won’t be able to find the only hazelnut yoghurt in your fridge if you send them. Same said for your new haircut, your mom and your tampons.

-eventually men are more honest than women. They will never miss the chance to insult your mum, your friend with weight problems and the teacher of their daughter. You will catch them lying about their recent affair and the looks of their female coworker, but they will never manage to call you slim, when you’re not, never cease to be fully aware of your hormon cycle and mention it.

-Men love women. They call them queen, princess, sweetheart, light of their day, as long as they are provided with food, enough sex and  right Rugby. I have never met a man who called his lady rabbitfoot, mouse, or SCHATZI.

-Men also manage to pull out their best manners, hand you their raincoat, carry you to the bedroom, open a door for you, buy you shoes, well as long as they have right? enough of the things mentioned before.

-Men totally adore their daughters. They are actually not capable of refusing their princesses their credit card, or sent them to bed. They are not even able to refuse anything, if their sophisticated little daughters blink with their eyes and call them “Daddy dear!” But talking about better sight they will be able to shoot any other guy who breaks their daughters heart drunk from a mile away from the poor sod. They even think about buying a gun ten seconds after they’ve first seen their princess.

So why exactly are men better than women? Right! You can get drunk with them better than with any woman, you never get wet feet with them as long as you fulfill their primary needs. They will never ever tell you that you’re goodlooking when you’re not. They will never ever call you slim, when you’re not. Thus said, they are better friends than any woman could be. Once you’ve figured out, that they love good food, enough sex, cars, sports and their daughters you win, whereas a female friend will talk shit about you, lie to you and never ever drink the right whisky with you.

Während in Ungarn die Demokratie abgeschafft wird, auf Haiti immer noch Häuser und Wasser fehlen, während in diesem Jahr wieder unsagbar viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden werden, ärgert sich Deutschland am allermeisten über einen Privatkredit seines einflusslosesten Repräsentationspolitikers. Hat er sich nun Geld von ihr oder eher von ihm geliehen, hat er tatsächlich in deren Haus statt in der Pförtnerhütte der Geerkens Urlaub gemacht? Hat er tatsächlich den “armen” Herr Diekmann davon abbringen wollen, selbiges zu veröffentlichen? Und dabei was über einen Rubikon gefaselt?
Während andernorts ein Präse sich jahrzehntelang mit dem Hüpfen durch die Betten jedes verfügbaren Häschens fit hielt, noch ein wenig weiter östlich eine Pappfigur dafür herhalten muss, dass ein anderer seine Präsidentenlaufzeit überzogen hat, ja da muss sich der deutsche Wutbürger doch mal wenigstens mit sinnlosen #hashtags, noch besser mittels öffentlichem Geifern über seinen Bundespräsidenten aufregen. Wer Stuttgart 21 nicht verhindern konnte und die Mama Merkel nicht los wird, der wird doch wenigstens den Bundespräse loswerden dürfen, jetzt, da Karl-Theo sich leider selbst das Stühlchen abgesägt hat, Westerwelle nicht mehr in Erscheinung tritt und die anderen fürs Tomatenschmeissen zu farblos sind.
Man verstehe mich nicht miss. Der Typ war noch nie mein Präsident, Gauck wär’s aber auch nicht gewesen, aber meine Entrüstung reicht nicht bis zum Anrufbeantworter des Führungspersonals der heimischen Schmuddelpostille. Pressefreiheit für die Bildzeitung. Ja, äh genau. Und während man so urlaubsbedingt durch die timeline seiner SocialMediaseiten stolpert, kann man sich also gediegen einen Kaffee eingießen. In einer Republik, in der man kurzerhand das Amt des Bundespräsidenten für obsolet erklärt, ticken die Uhren noch richtig, ob die Schrauben angezogen sind ist eine andere Frage.
Deutschland, du brauchst kein Winterjäckchen, dir gehts einfach zu gut. In diesem Sinne, deckt die Kaffeetische, packt den Marmorkuchen aus, morgen wird garantiert irgendwo ein Politiker falsch husten, Urlaub statt im Fichtelgebirge bei einem Freund mit benefits machen, seine Flugmeilchen falsch verwenden oder einen Bahnhof bauen müssen, den er nicht leiden kann, damit man sich genüsslich auf ihn werfen und sich selber moralisch überlegen fühlen kann. Zum Glück urlauben wir alle unter der Neckarbrücke, borgen uns privat niemals Geld und unser Privatleben posten wir eh freiwillig. O tempore, o mores.

Ja, das Ende vom Jahr wurde an einem anderen Flecken Erde eingeläutet, als das letzte. Hätte man mir heute vor einem Jahr gesagt, dass ich in einer bayrischen Kleinstadt vor den Toren Münchens ende, ich hätte denjenigen glatt eines übermäßigen Glühweinkonsums bezichtigt.
Nicht, dass die Bronx sich je auch nur irgendwie nach Heimat anfühlte, aber dennoch. Edeland. Land unterirdischer Sitten, noch unterirdischerer Trachtenklamotten und äh dieses Zuckerbäckerdasein, nä. Vorher wähnte ich mich schwitzend auf Haiti, was zwischendurch dann auch mal so aussah. Doch an einem sinnlosen Whiskyheimatwochenende in Twuetopia ließ ich mich in meiner geistigen Umnachtung dazu bringen mich, man halte sich fest, in Wolfratshausen zu bewerben. Ja, wenn schon, dann direkt in der Höhle des Problembären.

Ja, aber kaum war man da, so fühlte sich die ganze Geschichte täglich mehr nach Heimat an. Nach einer ausufernden Umzugsaktion (wurde hier berichtet), ließ ich mich in meinem Anthroposphenhaus nieder. Manch Unverschämter nannte das Villa. Aber wie recht @TurnieGC behalten sollte mit seiner Vision eines Anthrohauses, zeigt sich heute. Am heutigen Tage zieht die Freundin, die das Ganze irgendwie angezettelt hat, in die Nachbarwohnung.

Bayern, ja, gut, äh, Bayern, das is net Geretsried, äh, da wohnt das Gschmerl do. Ich wohne in der einzigen nichtbayrischen Stadt in Bayern. Das half bei der Eingewöhnung doch enorm weiter. Aber nun sind wir hier, mitten im schönsten winterlichen Schnee mit neuen Mitbewohnern, vielen neuen Freundschaften, Schlittschuhen und äh, ja gut, äh, also keiner S-Bahn. Dafür Teil einer chaotischen, aber wunderbar familiären Schulgemeinschaft, gereift um Erkenntnisse über unsere transsexuellen Mitmenschen und warten auf den Tannenbaum aus der Weihermühle. Gut, äh, also bayrisch wird der ned. Ein bisschen Exilexaltiertheit muss sein.

Wollen wir weg? Nein. Denn irgendwie ist dieser Flecken Erde zu schön um ihn zu verlassen. Auf dem Heimweg sieht man jeden Tag in der Ferne die schneebedeckten Berge, in den Weihern lässt sich baden und die Isarauen sind eh schöner als jedes Freibad. Eins muss man den Bayern nämlich lassen: Von Lebensqualität verstehen die was. Und so endet das Jahr an diesem Ort mit einem Gefühl von Heimat und vielen Plänen für das neue Jahr. Die Umbrüche waren doch so enorm, dass wir dieses Jahr ganz chillig mit wunderbaren Freunden Weihnachten begehen und uns wirklich sogar echt drauf freuen. Ja, gut äh, und die Blumen, ja, die san scho higricht.

In diesem Sinne ein herzliches Danke an all diejenigen, die dieses Wahnsinnsjahr mit uns bestritten haben, sei es auch der Tatsache geschuldet, dass es bei uns nie langweilig wird. Ein herzliches Vergeltsgott also an Annemarie, Imke, Stefan, Edith, Marisa, Matt, Jay, Dani, Ian, Bonnie, Eva, Niall, Karsten, Joe, Stephan, Petra, Thomas, Emma, Dirk, Hendrikje und die unvergleichlichen Planetenbesetzer. Und wie immer an die tollsten, wunderbarsten, schönsten und intelligentesten Kinder dieser Welt, nämlich meine, eigene wie unterrichtete.

Jeder einigermaßen internettaugliche Lehrer hat die Geschichte von Herrn Schmihid schon mal erlebt. Wer wie ich über einen Vokal im Nachnamen vefügt und nicht gerade Leutheuser- Schnarrenberger heißt, weiß, dass es beinahe sinnlos ist zu erwähnen, dass man nicht “Frau Deheeeehelz” heißt.
Ein Schmidrevival kann man als frisch ernannter Schulbanddompteur auch erleben. Ursprünglich glaubte ich ja, dass man mit dem heißgeliebten Gospelsong garantiert durchkommt. Plan: Singe Down in the river to pray mit einer Violine, einem Hackbrett, drei Gitarren, drei Cajons, einer Tenorblockflöte, Bongos und engagierten weiblichen Sängerinnen. Prima. Los geht’s.
Also nach dem viertelstündlichen Stimmen diverser Gitarren, dem Einsingen mit “Sohonne Sohonne” und ähnlichem.
Auftakt.
“As I went down….”-
“Frau Delz ist der Auftakt vorbei?”
Jap. Nochmal .”As I went down…” Schredder.
“Äh M, du musst ein klangvolles C spielen, also D auf der Klarinette.”
“Ach so.”
“As I went down to the river to pray….”
“Frau Dehelz, die A. singt falsch!”
“Macht nix, nur Mut.” “AS I went down to the river to prayyyyyyyy.”
“Frau Dehelz, soll ich einfach ne Taktmaschine machen?”
“So war der Plan, J. Nimm doch mal die anderen Cajonspieler und übt das nochmal.”
Abgang der scheppernden Cajons in die Garderobe zu den ratschenden Müttern.
“Frau Deheeeeeeeeeeelz.”
“Ja?” “Aber auf der Geige spiele ich zu hoch.”
“Äh ja, du sollst ja auch die untere Stimme spielen.”
“Hab ich vergessen.”
“Vielleicht singen wir erstmal alle.”
“Okay.”
Ein einigermaßen gelungener Durchlauf später, während der Schülervater noch einmal die Gitarren stimmt.
“Frau Dehelz, F ist ein Barreegriff, oder?”
“Jap.”
“hab ich noch nicht gelernt.”
“Geh zu Herrn G. üben. Wir singen so lange….”
Die Cajonspieler treffen stolz wieder ein. Es kann losgehen.
“As I went down in the river to pray studying about the good oold wayyyyyyyyy and who shall wear the starry crown good Looor….”
“Frau Dehehehehehehelz ist das ein Kirchenlied?”
“Ja, das ist ein Gospel”
“Ah, mit den Schwarzen und so, die Baumwolle pflücken mussten?”
“Ja.”
“Warum sind die nicht weggelaufen?”
“Die singen halt gerne, können wir weitermachen?”
Nicken.
“oh sisters….”
“Frau Dehelz, der J. ist aber nicht meine Schwester.”
“Nachher kommen noch Brüder, zweite Strophe.”
“Dann sing ich aber bei der ersten nicht mit, ich bin kein Mädchen”
“Frau Dehelz?”

“Ja, Leonie?”
“ich heiß nicht Leonie, du musst mir Montag wieder einen Keks mitbringen.” ARRRRRRRRR.
“Gut, was gibts denn?” Du bist ein Adler in den hohen Lüften, du bist frei, sagt Herr Schmihid.
“Frau Delz, bei youtube kam da aber so ein Schuss am Ende”!
“Dann hast du die Filmversion gesehen. Wir singen ohne Schuss.”
“Oh ja, Schuss, Bazooooooooooooooka.”
Eine schrillende Sirene.
“J, warum geht der Feueralarm los.”
“Du hast gesagt, ich soll den Ball wegräumen. Ich hab ihn gekickt und da war der Rauchmelder.”
“Renn zu Frau G. hoch bevor die Feuerwehr kommt.”
Mehrere Eltern entern den Raum und versuchen zwischen trommelnden, flötenden und singenden Schülern den Feueralarm abzustellen. Die Sekretärin kommt angehechtet.
“AS I went down to the river…..”
Hey das klingt gut, also wenn man die Sirene wegdenkt.
Sirene aus. Instrumente einpacken.
“Frau Dehelz, das war voll geil heute.” Hände schütteln.
Mutter am Ende: “So viel Spaß hatten die nie und es klang toll.”
Die Tür fällt zu, Frau G. und ich suchen das Sekretariat auf.
“Ich finde das so toll, dass sie das machen.”
“Äh danke!”
“Wollen Sie einen Lebkuchen?”

Nein, Schnaps!

Daheim, man öffnet die Tür. Der Gast taucht mit Kaffeetasse auf. Gut erzogen der Mann.
“Was hast du denn mit deiner Stimme gemacht?”
Vier Stunden Unterricht und eine Schulbandprobe, Depp.
“Wie wars?”
“Ach gut, mach ich nächsten Freitag wieder!!!”

Home coming

Posted: November 27, 2011 in Uncategorized

Running down these same old roads, asking these same old stupid questions, never trust in anyone and see the world fall into pieces, over and over again. Tired of these cravings to never see the light shine brightly on your nose. On this same forsaken planet every day the sun sets out to rise, every day we forget to hear the laughter of our children drawing pictures in brightful colours. We forget about the blissful moments spent with friends and food and wine. We don’t care to feel the softness of the raindrops, never cease to scream and cry until that very moment that we finally have to say goodbye.

This week I had a mourning friend sitting at my table and through all the pain her heart kept beating warm and joyful. I couldnt even grasp what was happening until she closed the door. But the very next day I could hear the laughter of my students loud and cheerful, their hopes for a better future shining brightly in their eyes. It is these moments that keep us going, just a short glimpse of what we all could become if we sometimes listen to the heart of a friend. Thank you for sharing my friend.

 

Patrona St. Martin

Posted: November 11, 2011 in Uncategorized

Im Land des morgendlichen Isarnebels und  nachmittäglicher Straßencafeorgien mochte statt des Winters bislang nur Sankt Martin durch die Straßen reiten. Er durfte schließlich nicht durch den Wald. Die Forstvorschriften machten St. Martin den Garaus. Ja, vorbei ist es mit den Heiligenlegenden. Heuer muss man komische Telefone im fünften Gewand verkaufen, ein bisschen Bibelfolklore mit Adam und dem Apfelchen draufpacken und zack-fertig ist der Messias. So als reitender Heiliger wird man heute von Forstwirten aufgehalten, damit man den Boden nicht umtrampelt. Ja, damals, zu Martins Zeiten, da gab man noch sein Mäntelchen her und fror mit. Heuer reicht fürs gute Gewissen ein paar Cent mehr für die Bergbauern. Transfairmilch, made in Bavaria.

Ansonsten hat sich ein gewisser Peter Gauweiler hier angekündigt um über die bayrische Zukunft des Euros zu spekulieren. Mir san schließlich mir. Wir brauchen unsere Mäntelchen, falls der Winter doch noch kommt. Ausserdem, seit wann schneits in Griechenland schon? Und wenn, trinken doch eh alle Ouzo, da wirds einem warm. Was schert einen Bayern schon der Rest der Welt. Ist St. Martin nach Haiti gesegelt? Hat er etwa die hungernden sibirischen Bauern unterstützt? Nein, der blieb doch auch in seinem schönen Fronkreisch.

So jedenfalls ist die Welt in Bayern. Gmiadlich. Deshalb geht es uns hier auch so gut. Obwohl ja heuer die Wohnungsnot in München, dank Gentrifizierung, ja der Bayer ist eloquent,  einen Rudolf Mosha..äh St. Martin auch wieder nötig machen würden. Wo doch die armen Studenten, vertrieben durch mäandernde Seniorenstudenten an der LMU, bald ihre Lager samt Tonnenfeuer an der Isar anzünden werden.  Aus der idyllischen Entfernung des Münchner Speckgürtels bleibt der heilige Martin deshalb auch lieber bei uns, samt Ross und sein Mäntelchen kann man unbeschadet nächstes Jahr wieder verwenden. Studenten, san eh olle Preissn.

Ja, der St. Martin. Möge er in Frieden ruhen. Heute wär er out neben all den Bonos, Geldofs und anderen “Wohltätern” dieser Erde. So ein Mäntelchen neben dem teueren Aufwand den eine Angelina Jolie für all die Kinder betreiben muss. Ja, hätt ers halt bei Kik gekauft. Den gibts hier bald auch. Also nachdem die Volksseele Bushido endlich seinen Bambi gönnt. Hat der Mann es doch tatsächlich geschafft, dass manche sich ganz doll integriert haben. Ja, also in Bayern nicht, aber irgendwo da in äh Kreuzberg oder so. Gemeinsamer Schwulenhass scheint die Integration in Randgruppen zu fördern. Oh Sankt Martin, schicke uns deinen Mantel, auf dass wir uns die Augen zubinden können, ob all dieser Helden der Neuzeit.

Tübingen, warum bist du so…..

Posted: Oktober 29, 2011 in Uncategorized

Im Jahre 2 nach meiner Auswanderung von der Insel der Glückseligen, stellt sich ein anderer Betrachtungswinkel ein. Ohne Stocherkähne, Boulanger, ohne das Revolutionsblatt, ohne Palmer, ohne Tübingens Ökowelle, wie sollte man ohne das nur überleben können, dachte ich damals und irrlichterte erst einmal in die nahegelegene Bronx um schließlich ins bajuwarische Ausland zu flüchten.

Zeit für ein Fazit, jetzt, so aus der Ferne und mit mehrmonatiger Abstinenz:

Flusstechnisch lässt sich sagen, die Isar ist interessanter und die Isarauen erholsamer, als die Platanenallee zu Tübingen. Sauberer allemal und der einzige Schwimmer ist man auch nicht mehr. Da kann ich dann beinahe auf den Stocherkahn verzichten.

Nach einer Weile Abstinenz und bloßer Betrachtung machen sich aber doch die gewaltigen Unterschiede zwischen Tübingen und dem Rest der Welt bemerkbar. Ausserhalb der Tübinger Stadtgrenzen scheint es entweder weniger bedrohte Tierarten zu geben, was angesichts meines Naturschutzgebietes samt seltenster  Vogelarten und zig Biberrevieren sich aber leicht widerlegen lässt. Sogar ein Bär hatte sich schließlich schon in die Wälder und Auen Bayerns verirrt. Trotzdem suche ich erfolglos nach Leserbriefen, Bannern, Blogs, die den einheimischen Biber vor seiner Ausrottung durch Windkraftanlagen, Staudämme oder S-Bahnstrecken bewahren wollen. Kommentar zur entlaufenen Kuh Yvonne: Die Leute, die jetzt Hunderte Euros zum Fangen einer Kuh einsetzen, essen nachher bedenkenlos das Billighackfleisch vom Discounter. Ich sag ja, vernünftig sans die Bayern.

Bei uns scheint BMW wohl keine Teststrecken bauen zu wollen. Könnte natürlich daran liegen, dass wir das Naherholungsgebiet gestresster BMW-Manager sind, oder BMW lieber seine Autos gleich auf die Autobahn heizt.

Vielleicht gibt’s keine Grünen hier? Äh doch, die Lokalpresse jedenfalls berichtete enthusiastisch von der ersten Verleihung des Sepp Daxenberger Preises und mein Gemüse kann ich hier von mehr demeter-Höfen einkaufen, als Tübingen Brillenläden hat. Mein Buchhändler vercheckt Bioprodukte, die einheimische Dekomafia Feinstes aus den Ölbeständen sämtlicher Blumenverwerter Europas und meine Apotheken setzen ganz auf Schüsslersalze und Naturmedikamente im Schaufenster. Grün, grüner, Bayern. Warum die Grünen hier nicht haushoch siegen, wird mir ein Rätsel bleiben. Kann aber daran liegen, dass die örtliche CSU Bürgermeisterin grüner als mancher baden-württembergische Grüne ist und das ganz ohne Buttonfolklore und Tagblattleserbriefseiten. Blaue Jackets überlässt sie auch lieber der hier spazierengehenden Prominenz aus Funk und Fernsehen, die ihre stressgeplagten Körper gerne in Jack Wolfskinjacken packen um die Isarauen oder die nahen Berge als Burnoutprophylaxe zu erwandern. Und das Ganze zum selben Mietpreis wie in Tübingen, dafür ohne Marktplatzskandale und marktschreierische “ich muss mal wieder auf ne Demoparty”-Anwandlungen.

Ja, wenn man auf ihr sitzt, auf der Insel unserer blauen Studienabgänger und Berufsökos, dann merkt man gar nicht, dass der Rest der Welt lieber macht, als demonstriert, lieber wandert, als schriftstellerisch die Tauben schützt. Ich warte ja aus sicherer Entfernung noch auf das Eintreffen der #occupytuebingen-Bewegung. Dauert ja so ne Weile, bis die Flaschenpost den Neckar runter kommt. Aber vielleicht braucht Tübingen das ja auch nicht. Daueraufgeregt und des Demotourismusses überdrüssig sitzt man wahrscheinlich dann doch am einzigen Ort, der mir bisweilen fehlt. Denn eine Kneipe mit 40 Whiskysorten hab ich noch nicht ausfindig gemacht. Und manch ein Inselbewohner fehlt mir ja dann doch. Liegt glaub ich aber weniger an der Stadt, als am einzelnen.  Denen sei aber zugerufen, dass in meiner Haus und Hofvilla, auch als Anthroposophenhaus verschrien immer ein Plätzchen frei ist. Nur die Buttons, die muss man vor der Tür abgeben.

Wow, wahnsinniger Titel, was? Aber ernsthaft?Wer mich kennt, braucht hier jetzt nicht mehr weiterlesen. Das Ganze ist nur für meine neuen Freunde.  Worum geht’s denn in diesem feinen angeblich bezahlten Blog? Um den Mossad, um Handcreme, oder Sojasprühsahne?

Abseits davon, dass ich Euch hier mit catcontent zuspammen könnte, hier mal ein Beispiel schöner Unterhaltung für die Kugelplusfreunde, die nun meinen blog lesen müssen. Oh und ich vergaß, die Verschwörungstheoretiker von facebook mögen das sicher auch, hier für Euch:

Nee? Warum schreibe ich dann diesen Blog? Man könnte mir natürlich auch Weltherrschaftspläne samt Veganisierung der Welt vorwerfen. Oder ganz simpel, dieses Motiv hier:

 

 

Aber vielleicht bin ich auch insgeheim der weleda CEO, der Euch mittels eines mäßig spannenden Blogs über Bayern, komische Menschen in Tübingen und Heilbronn informieren möchte, die er dann mittels einer Zitronenhandcreme missioniert, auf dass alle endlich einsehen, dass jeder, der eine Firma mag, ganz bestimmt von dieser bezahlt wird, rofl. Alternativ bin ich garantiert aber Mitglied beim Mossad, unterhalte schräge Beziehungen zu Anthroposphen und bin eine tickende Eurythmiezeitbombe, schwarzer Gürtel, achter Dan. Ich teile Euch das auch nur mit, weil es morgen jemanden geben wird, der selbiges auf seinem christlichen Nächstenliebeblog, das von Hunderttausenden gelesen wird, ohnehin mitgeteilt wird. Liebes twuetopia, ihr habt eine Schläferin unter Euch, meine Waffen sind Sanddornduschmittel und ausserdem bin ich Westerwelles Cousine nur weil ich nicht mit der DKP demonstrieren mag. Trivial? Noch viel zu intelektuell für den Unsinn, den man sich an einem Krankheitstag so im Netz reinpfeifen muss.
In diesem Sinne,schnell wieder Catcontent. I-A-O:

Oh, ich vergaß. Die liebreizenden Tierchen sind keine gespaltenen Persönlichkeiten, haben leider keine Fanpage, auch keinen eigenen blog, heißen Alberich (ja, hab ich vom Tatort geklaut) und Eric. Letzterer verdankt seine Namensgebung einer Teenagerin mit einer Passion für schwedischstämmige Vampire.
Ups, schnell Prioritäten setzen, gleich kommt Tatort. Verkrafte ich ganz ohne Globuli. Und hey:

KÖNNT IHR JETZT WIEDER WOANDERS HINGEHEN?

So ein Tag, so…

Posted: Oktober 14, 2011 in Uncategorized

Weleda


Es kreischen die Stimmbänder, die Zehen werden nicht mehr warm, die Nase juckt und die Knochen melden Alarm. Nein, ich bin nicht reif für’s Seniorenheim. Das bayrische Oktoberwetter lässt nichts aus. Mittags Straßencafealarm samt T-Shirt, nachdem man morgens überlegt wo der Scheibenkratzer wohl hin ist. Abends hofft man, dass die auf dem letzten Loch pfeifende Heizung der Villa (O-Ton der Chef) durchhält. Pfiffig pfeifen, pfäffische Pferde, pflegend Pflüge, pferchend Pfirsiche. Ich erkläre besser nicht, was es damit auf sich hat, aber es hilft dem momentan nach Tetesept Erkältungsbad schreienden Körper wenig. Während auf dem roten Planeten nur noch das Asthmaspray samt Chlorhexamed die Besatzer am Leben hält, versucht sich unsereins noch ganz irdisch mit den von @eldersign verachteten Kügelchen.
Nein, ich bin kein Mann, aber Kruzifix ich darf auch mal krank jammern! So. Denn nach einem Vormittag im Wald, als Märtyrer eigener hochwertiger pädagogischer Ziele samt nassen Füssen, meldet sich nun das eigene Immunsystem zu Wort und verlangt nach Erkältungsbad, Arnikawickel, Fleecedecke und einem pädagogisch unwertvollen Krimi um die Mordlust in die Flimmerkiste verlagert zu wissen. Es geht doch nix, über einen Krimi mit einer mir unbekannten amerikanischen Ermittlungseinheit, samt Punkerin als Labortechnikerin. So, wer rausfindet, welchen Schund ich heute schauen werde, darf mir dann auch ein warmes Bier kochen. Hatschi!